Burg braucht ein Kleingartenentwicklungskonzept

Präsidentin Jutta Sohl (mit Blumen) und die Mitglieder des Erweiterten Vorstandes. Foto: Reichel

Burg l Zwischen Baumschnitt, der letzten Rasenmahd und dem leidigen Laubfegen fanden sich am Sonnabend Vertreter der im Kreisverband Burg organisierten Kleingartenvereine aus der Kreisstadt, aus Heyrothsberge, Gommern, Biederitz, Möckern und Güsen im „Big Ben“ ein, um für die nächsten vier Jahre die Weichen zu stellen und einen neuen Vorstand zu wählen.

Die Kreisdelegiertenkonferenz verabschiedete Reimar Aschmann, der bisher die wichtige Aufgabe des Schriftführers erfüllt hatte, aus dem Geschäftsführenden Vorstand und machte ihn zum Ehrenmitglied. An seiner Stelle wurde Christa Seidel zur neuen Schriftführerin bestimmt. Ansonsten gab es keine Veränderungen: Jutta Sohl ist weiterhin Präsidentin und Bernhard Hechel Vizepräsident. Zum engeren Vorstand gehören weiterhin wieder Ursula Rühle als Schatzmeisterin und Lutz Blankenburg als Fachberater. Der Geschäftsführende Vorstand wird vom Erweiterten Vorstand, dessen Mitglieder ebenfalls neu gewählt wurden, und von den Ehrenmitgliedern auch weiterhin tatkräftig unterstützt, um auch künftig das Kleingartenwesen in der Region zu fördern, die Mitgliedsvereine und deren Mitglieder zu unterstützen und die Belange der Kleingärtner gegenüber den Kommunen zu vertreten.

So mahnte Jutta Sohl auch auf der Delegiertenversammlung, dass für die Stadt Burg, die mit 33 Vereinen das Zentrum des Kleingartenwesens in der Region bildet, dringend ein „Kleingartenentwicklungskonzept“ erarbeitet werden muss, um das Kleingartenwesen angesichts von Überalterung, Bevölkerungsrückgang und leerstehender Parzellen zukunftsfähig zu machen.

„Die Stadt Burg erhält von den Kleingartenvereinen immerhin jährlich Pachteinnahmen von 40 000 Euro“, so Sohl.

In dem geforderten Konzept sollte dann auch festgelegt werden, welche Kleingartenanlagen langfristig Bestand haben und welche eventuell aufgegeben werden müssen, hieß es am Sonnabend.

Bestand haben wird auf jeden Fall die Burger Anlage „Waisenhausgarten“, die 2018 in die Laga einbezogen werden soll. Außerdem werden die Kleingärtner mit einem Info-Pavillon auf der Blumenschau präsent sein.

Am 17. Dezember lädt der Kreisverband der Gartenfreunde Interessierte ab 10 Uhr zu einem Seminar „Obstbaumschnitt/Spalierobst“ in die Anlage „Waisenhausgarten“ in Burg ein.


Volksstimme – Burg – 2016.11.28

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