Gärtner hoffen auf Ihle-Brücke

Burger Sparte „Waisenhausgarten“ beteiligt sich an der Landesgartenschau

Die Burger Gartensparte „Waisenhausgarten“ am Rande der Altstadt wird sich an der Landesgartenschau (Laga) beteiligen. Die emsigen Mitglieder wollen zeigen, welchen Nutzen und Erholungswert ein Schrebergarten auch heute noch hat.

Von Mario Kraus

Burg l Die rund 13 000 Qua-dratmeter große Gartensparte „Waisenhausgarten“ direkt neben dem Flickschupark kann sich zweifellos sehen lassen. Gepflegte Parzellen, blühende Oasen, guter Boden und eine familiäre Atmosphäre machen die Anlage aus. „Hier kann man sich wohl fühlen“, sagt der Vorsitzende Wolfgang Blötz, der selbst soviel Zeit wie möglich in seinem Garten verbringt. Und während andere Vereine den Leerstand von Gärten beklagen, sind in der „Waisenhaus“-Sparte von 37 Gärten immerhin 36 verpachtet. „Besser geht es heutzutage fast nicht mehr“, freut sich auch Jutta Sohl, Präsidentin des Kreisverbandes der Gartenfreunde Burg. „Dies ist ein Beweis, dass die Lage der Anlage in der Stadt optimal ist und hier auch ein Gemeinschaftssinn vorherrscht.“

Auch deshalb war es für den Kreisverband fast schon eine Selbstverständlichkeit, bei der Laga 2018 mitzumachen. „Das Gärtnertum ist eine alte Tradition in Burg. Das sollten wir zeigen, um auch junge Leute davon zu begeistern“, betont Reimar Aschmann vom Burger Kreisverband. Und so mussten auch die Kleingärtner im „Waisenhausgarten“ nicht lange überzeugt werden, dass interessierte Besucher während der Gartenschau einen Blick auf ihre Parzelle werfen und vielleicht auch mit dem einen oder anderen Gartenfreund das Gespräch suchen wollen. „Da haben wir kein Problem mit. Manch einer kann Anregungen weitergeben und neue bekommen“, sagt Christa Seidel, im Verein für die Finanzen zuständig. „Und es ist ja für eine begrenzte Zeit.“

Großartige Veränderungen müssen in der Anlage nicht angepackt werden. „Wir wollen die Gärten so zeigen, wie sie sind. Und wenn die Zeit ran ist, wird mancher sicher seine Fläche noch etwas herausputzen. Das kommt von ganz allein“, meint Sohl. Auf jeden Fall aber wird es einen Schaugarten geben – der all die Möglichkeiten zeigen soll, die ein Kleingarten offenbart – beispielsweise mit Insektenhotel, Komposter, verschiedenen Beeten oder eine Biotoilette. Dafür soll mit Hilfe von Gartenfreunden aus anderen Sparten Hand angelegt werden.

Auch im Vereinsgarten und -haus sind Veranstaltungen geplant. Möglicherweise zum Baumschnitt oder zur Rasenpflege.

Fest steht bereits, dass direkt am Rande der Anlage im Flickschupark der Kreis- und Landesverband der Gartenfreunde mit einem Stand oder Pavillon vertreten sein werden. „Da würde es sich anbieten, dass die Besucher direkt von dieser Stelle über eine Ihle-Brücke den ,Waisenhausgarten‘ erreichen und nicht das Gartenschau-Areal verlassen müssten“, sagt Jutta Sohl. Deshalb hoffen die Gärtner auf einen Sponsor, der eine Brücke, eventuell aus Holz, zur Verfügung stellen könnte.


Volksstimme – Burg – 2016.07.27

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