Für ein blühendes Miteinander

Startschuss für den Interkulturellen Garten in der Kleingartenanlage „Waisenhaus“

Multikulturalität nicht nur leben − sondern auch pflanzen: Die AWO und der Kreisverband der Gartenfreunde Burg planen einen Interkulturellen Garten.

Mitten in der Planung: Wolfgang Blötz, Jutta Sohl, Fabian Borghardt, Christa Seidel, Kenny Dorn und Charlotte Faber. Foto: Susanne Klose

Burg l Viel Grün, viel Unkraut, morsches Holz − aber strahlende Gesichter: Bei der Begehung der Grundstücke mit Wolfgang Blötz, Vorsitzender des Kleingartenvereins „Waisenhaus“, sieht man Fabian Borghardt von der AWO Sachsen-Anhalt, Jutta Sohl, Präsidentin des Kreisverbands der Gartenfreunde Burg sowie Charlotte Faber und Kenny Dorn vom Kinder- und Jugendforum die Vorfreude deutlich an. Bevor es jedoch an die Neubegrünung geht, heißt es erst einmal: Weg mit den Altlasten.

Denn die beiden benachbarten Grundstücke mit insgesamt rund 800 Quadratmetern Fläche liegen bisher brach. Zwei veraltete Bungalows müssen wahrscheinlich abgerissen, der kleine Teich freigeschnitten werden. Viel zu tun für nur einen grünen Daumen. Deshalb werde man zu einem gemeinschaftlichen Arbeitseinsatz aufrufen. „Und erst dann“, so erklärt Jutta Dorn, „können wir mit der detaillierten Planung beginnen“.

Was aber jetzt schon definitiv auf dem Plan steht: gelebte beziehungsweise gepflanzte Integration. „Der Garten soll ein Ort für den Austausch zwischen Burgern und Migranten werden“, betont Fabian Borghardt. Das wolle die AWO und der Kreisverband der Gartenfreunde mit dem gemeinschaftlichen Anbau von Blumen, Obst und Gemüse fördern, gerne auch mit multikulturellem Hintergrund.

Zusätzlich sollen im Zuge der Landesgartenschau 2018 Veranstaltungen mit dem Grünen Klassenzimmer dort stattfinden. „Die Kinder können Beete anlegen, Saatkugeln basteln und Infos zum Baumschnitt bekommen“, so Jutta Sohl. Oder als Anlaufstelle des Nachbarschaftstreffs der AWO, wie Fabian Borghardt hinzufügt. Außerdem sei eine Nutzung durch das Kinder- und Jugendforum denkbar, so Kenny Dorn. Auch Wolfgang Blötz ist zufrieden, denn mit der Belegung der Grundstücke endet auch der Leerstand in der 12 000 Quadratmeter großen Gartensiedlung. Einig sind sich alle: Auch wenn die Laga geht − der Garten bleibt.


Volksstimme – Burg – 2017.09.22

Kommentare sind geschlossen.